NRV-Rechtsschutz
Die Neue Rechtsschutz Versicherungsgesellschaft (NRV) wurde im Jahre 1956 durch die damalige Mannheimer Versicherungs AG als eigenständige Rechtsschutzversicherung gegründet. Die Gründe lagen in den Bestimmungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes, die es einer Schadensversicherung verbot im eigenen Unternehmen eine Rechtsschutz zu betreiben.
Das Unternehmen betreibt in Mannheim ein zentrales Schadenbüro. Der Vertrieb erfolgt über die Aktionärsunternehmen.
Die Aktionäre der NRV AG sind:
- Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG, Nürnberg
- VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., Hannover
- Stuttgarter Lebensversicherung a.G., Stuttgart
- Mannheimer AG Holding, Mannheim
Kennzahlen zum 31. Dezember 2005:
* Anzahl der Verträge 444.020 Stück * Gebuchte Bruttobeiträge 61.071.970 € * Gemeldete Schäden 65.759 Stück * Schadenzahlungen 44.156.196 € * Kapitalanlagen 110.612.008 € * Anzahl der Mitarbeiter 80
Weblinks
- nrv-rechtsschutz
Trisa
Die Trisa AG ist ein weltweit führender Anbieter von Bürstenprodukten in den Bereichen Mund-, Haar- und Körperpflege mit Sitz in Triengen im Kanton Luzern.
Das 1887 gegründete Traditionsunternehmen ist Branchenführer mit langjähriger Tradition. TRISA Produkte werden auf allen Kontinenten in über 70 Ländern vertrieben.
Inhaltsverzeichnis |
Produkte
Trisa bietet Markenartikel unter der Marke TRISA an und produziert Eigenmarken für multinationale Unternehmen. Täglich werden über eine Million Zahnbürsten nach strengsten Qualitätskriterien (ISO 90001 / ISO 14001 / OHSAS 18001) hergestellt. 97 Prozent werden exportiert.
Trisa arbeitet langjährig mit weltweit führenden Universitäten und Zahnmedizinern zusammen und hat den Ruf eines Innovations- und Technologieführers in der Entwicklung neuer Konzepte und Produkte.
Geschichte
| 1887 | 25. August - Gründung der Bürstenfabrik AG Triengen durch sechs Trienger Bürger. Das Aktienkapital beträgt Fr. 40′000.-. |
| 1902 | Bau einer eigenen Hölzerproduktion und gleichzeitige Inbetriebnahme eines Elektrizitätswerks zur Stromproduktion. |
| 1903 | Erste Zahnbürsten mit Holzgriff werden im Handeinzugsverfahren hergestellt. |
| 1908 | Der Artikelkatalog umfasst ein Sortiment von 196 Bürsten für die Landwirtschaft sowie für Haushalt und Körperpflege, wovon drei verschiedene Zahnbürsten. |
| 1910 | Erweiterungsbau für die moderne Bürstenproduktion. Einsatz erster hydraulischer Produktionsmaschinen. |
| 1917 | Erneute Erweiterung des Hauptgebäudes und Integration eines neuen Sägewerks. |
| 1921 | Das Zahnbürstensortiment beträgt mittlerweile stattliche 39 Modelle. |
| 1931 | Xaver Pfenniger-Vonarburg wird zum geschäftsführenden Direktor gewählt. |
| 1932 | Ernst Pfenniger, Sohn des Xaver Pfenniger tritt in den Betrieb ein und übernimmt 1941 die Geschäftsführung. |
| 1938 | TRISA kauft Handstanzmaschinen, die den Handeinzug nach und nach verdrängen. |
| 1940 | Grosse Erweiterung des Hauptgebäudes. |
| 1942 | Die ersten Bürstenstanzmaschinen der Marke Zahoransky halten Einzug. |
| 1945 | Aufnahme der Produktion thermoplastischer Produkte. |
| 1948 | Die Bürstenfabrik AG Triengen legt sich den Namen TRISA AG zu und produziert mittlerweile mit halbautomatischen Maschinen. |
| 1952 | Wissenschaftlich entwickelte Nylon-Zahnbürsten entstehen in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich. Die Borstenenden werden mechanisch abgerundet. |
| 1954 | Gründung der betriebseigenen Pensionskasse. |
| 1961 | Ernst Pfenniger junior lic. nat. oec. tritt in die TRISA ein und übernimmt 1967die Leitung des Unternehmens. |
| 1964 | Abschaffung des Akkordlohnes und Einführung der Erfolgsbeteiligung. |
| Investition von rund 10 Mio. in einen Neubau und in neue, moderne Produktionsanlagen. | |
| 1968 | Soziale Gleichstellung aller TRISA Mitarbeitenden. |
| Umstellung auf cadmiumfreies Granulat im thermoplastischen Bereich. | |
| 1972 | Beteiligung der Mitarbeitenden am Aktienkapital. |
| 1973 | Einführung eines paritätischen Verwaltungsrates |
| 1974 | Der 1964 erstellte Neubau wird um die fast doppelte Produktionsfläche erweitert. |
| 1978 | Entwicklung und Produktion einer eigenen Elektrozahnbürste. |
| 1982 | Bau eines neuen Zentrallagers mit 4000 Palettenplätzen sowie mit einer modernen Zahnbürstenverpackerei. |
| 1987 | Stilllegung des Sägereiwerks und des Holzhandels. |
| TRISA Electro AG wird gegründet. |
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| 1989 | Umstellung aus ökologischen Gründen auf Wasserlackierung und Verzicht auf Nitrolacke. |
| 1989 | Gründung TRISA Holding AG. TRISA übernimmt den Markennamen der Bürstenfabrik Walther AG in Oberentfelden und die der Firma Walther AG gehörende Bürsten- und Pinselfabrik Ebnat-Kappel. |
| 1991 | TRISA erhält den Schweizer Marketingpreis für herausragende unternehmerische Leistungen. |
| 1992 | Erstzertifizierung: Stufe ISO 9001 / EN 29001
- Wiederhol-Audits 1995, 1998, 2001, 2003 und 2006 |
| Eliminierung von PVC und Einführung des
Kunststoff-Recyclings. |
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| Schaffung eines Energiemanagements. | |
| 1995 | Die erste 2-Komponenten-Zahnbürste TRISA flexActiv wird lanciert. |
| 1996 | Gründung TRISA Bulgaria GmbH. |
| 1998 | Die modernste Zahnbürsten-Produktion Europas wird eingeweiht. Der ökologische Holzbau mit einer 100 kW Solaranlage erhält verschiedene Auszeichnungen. |
| Gründung der TRISA Accessoires AG und der Trisonic AG. | |
| 1999 | Der TRISA Spirit wird ins Leben gerufen. |
| TRISA erhält den Öko-Preis für besondere Leistungen im Umweltschutz, sowie den Innovationspreis der Zentralschweizer Handelskammer. | |
| 2003 | ISO-Zertifikat ISO 9001 / ISO 14001 / OHSAS 18001. |
| 2004 | 2004 Die TRISA Electro AG erstellt einen eigenen ökologischen Neubau mit einer 75 kW Solaranlage. |
| TRISA lanciert die Weltinnovation Sonicpower. | |
| 2006 | 2006 TRISA Sonicpower gewinnt die Schweizer Marketing Trophy. |
| Ein Erweiterungsbau an die Produktionshalle 98 wird seiner Bestimmung übergeben. | |
| TRISA AG wird SFC zertifiziert (Forest Stewardship Councils). | |
| ISO-Zertifikat ISO 9001 / 14001 / OHSAS 18001: TRISA AG, TRISA Electro AG, TRISA Accessoires AG, Trisonic AG. | |
| TRISA Accessoires AG bezieht ihr eigenes Gebäude |
Konzernstruktur
Die Trisa AG ist eine Holding und unterhält folgende Tochterunternehmen (Stand Mai 2007):
- Trisa AG, Triengen, Schweiz
- Trisa Electro AG, Triengen, Schweiz
- Trisa Accessoires AG, Triengen, Schweiz
- Trisonic AG, Triengen, Schweiz
- Ebnat Bürstenfabrik AG, Ebnat Kappel, Schweiz
- Trisa Bulgaria GmbH, Sofia, Bulgarien
Weiterführende Informationen
- Zahnbürste
- Mundpflege
Weblinks
- Offizielle Homepage
Ernst Didring
Ernst Didring (* 18. Oktober 1868 in Stockholm; † 13. Oktober 1931 ebenda) war ein schwedischer Schriftsteller, der in seinen Romanen die industrielle Entwicklung seines Heimatlandes (besonders Norrlands und Stockholms) zeitkritisch schildert.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Ernst Didring wurde am 18. Oktober 1868 im Stockholmer Stadtteil Östermalm geboren.
Er begann eine Lehrerausbildung, die er jedoch wegen Geldmangels nicht abschließen konnte. Seit 1884 arbeite er als Büroschreiber in der Leitung der Schwedischen Staatsbahn und engagierte sich später für die Gründung der Pensionsversicherung der Eisenbahn (1910).
1899 heiratete er die dänische Lehrerin Jeanne Rye.
Seit 1897 begann er mit dem Verfassen von Bühnenwerken sowie Dramen und Erzählungen; zugunsten seiner Schriftstellertätigkeit gab er 1914 seinen Beruf auf und wurde freischaffend. In den Zeiträumen 1915–1920 und 1923–1929 stand er der Schwedischen Schriftstellervereinigung vor und erhielt 1931, kurz vor seinem Tod, den Preis des „Samfundet De Nios“.
Besonders hervorzuheben ist sein gesellschaftspolitisches Engagement, was einerseits in seinen Werken deutlich wird, andererseits auch durch aktive Mitarbeit in verschiedenen Vereinen. So leitete er in der Zeit von 1915 bis 1920 das Hilfskomitee des Schwedischen Roten Kreuzes für Kriegsgefangene.
1920–1922 reiste er durch Europa (Frankreich, Schweiz, Italien und Deutschland).
Ernst Didring starb am 13. Oktober 1931 im Krankenhaus des Roten Kreuzes in Stockholm.
Werke
Sein Hauptwerk und damit das bekannteste Buch ist die Romantrilogie Malm (Erz), die von 1914–1919 herausgegeben wurde. Darüber hinaus sind einige seiner weiteren Romane (Zyklus Skärenleben, Die Weltspinne, Die dunkelblaue Briefmarke) literaturhistorisch bedeutsam.
Seine Bücher zeichnen (in naturalistischer Weise) ein umfassendes Bild des Lebens in Schwedens Gesellschaft zur Zeit der Jahrhundertwende, welches manchmal auch heute aktuell erscheint. Oft vergingen nur wenige Monate zwischen der Herausgabe des Originals und seinen Übersetzungen. Vor allem in Deutschland fanden seine Werke einen großen Widerhall (die deutschen Ausgaben wurden fast alle vom Georg Westermann Verlag herausgegeben). Dabei zeichnen sich besonders die Übersetzungen von Else von Hollander-Lossow durch eine detailgetreue Textwiedergabe aus. Weiterhin schrieb er eine ganze Reihe von Theaterstücken, die in Stockholm sehr bekannt waren und zu seiner Zeit oft gespielt wurden.
„Erz“-Trilogie
In seiner Romantrilogie Malm (deutsch: Erz) schildert Ernst Didring die Arbeit an der „Erzbahn“ Kiruna–Narvik, den Aufbau der Grubenstadt Kiruna und das ökonomische Spiel mit dem Wert, der in den Erzfeldern geschaffen wird.
- Pioniere – Roman aus dem Norden (Männen som gjorde det)
Pioniere ist einer der großen Romane über die ¢¢Liste der Eisenbahnpioniere|Gleisbauer]] in der schwedischen Literatur. Aber es ist auch einer der großartigsten Schilderungen der Bergwelt, ein Dokument über eine Aufbruchszeit in der schwedischen Geschichte und eine warme und herzliche Anerkennung der Menschen hinter einer Pionierarbeit: Der Bau der Erzbahn zur Jahrhundertwende.
(schwedisch: 1914; deutsch: 1917 (Kiepenheuer), 1924 (Westermann) unter dem Titel: Hölle im Schnee; finnisch 1917)
- Der Krater (Bergets sång)
Der Erzabbau wurde in Kiruna in vergleichsweise großem Stil aufgenommen – wir schreiben jetzt das Jahr 1909. Einige der Gleisarbeiter, die wir im „Roman aus dem Norden“ trafen, sind jetzt Bergarbeiter. Der Generalstreik wirft seinen Schatten über das Erzfeld und der Kampf wird nicht nur zwischen den Arbeitern und den Arbeitgebern geführt, sondern auch zwischen verschiedenen Fraktionen innerhalb der Arbeiter. Das Emigrationsfieber rast in die Grubengesellschaft – Brasilien ist das Ziel. Ein Teil wendet sich nach und nach zurück – aber nicht alle. Und am Krater des Romans (= Kiruna) ist in der Zwischenzeit viel geschehen …
(schwedisch: 1915, deutsch: 1924)
- Spekulanten (Spelarna)
Stockholm, im Jahr vor dem Ersten Weltkrieg. Das Jahr des Generalstreiks, aber auch der Glanzzeit der Aktienspekulanten. Im Zentrum der Spekulationen stehen die Aktien, die ihren Wert durch den Erzabbau in Gällivare und Kiruna erhalten hatten. Der Wert steigt – die Welt ruft ja nach Erz, und es geht das Gerücht, dass der Staat das Erzfeld übernehmen will. Einer der Spieler ist Erik Valerius. Er spielt hoch. Auch in seiner Ehe mit Anna. Er gewinnt und er verliert. Und als ihn eines schönen Tages in der Baltischen Ausstellung in Malmö die Nachricht über den Kriegsausbruch erreicht – welche Karten hat er da noch zum Ausspielen?
(schwedisch: 1919, deutsch: 1924)
Grålöga-Trilogie
Die Geschichte dreier Generationen einer Familie, die auf Grålöga in den Stockholmer Schären spielt.
„Eine beredte, hinreißende, lebendige Hymne auf die Schären und ihre Menschen. Es sind keine Idealfiguren oder billige Lockvögel, die Didring hier aufstellt, sondern blutwarme Menschen mit ihren kleinen Tugenden und Sünden. Man muss sogleich an sie glauben, wie man an den Sonnenschein und den Sturm glaubt. Diese lebenswarmen Menschen stellt Didring in die große Natur. Es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass der Zyklus „Schärenleben“ nicht nur eins der besten Bücher seines Verfassers ist (vielleicht das allerbeste), sondern auch einer der wertvollsten Schären-Romane, die überhaupt in schwedischer Sprache geschrieben sind – August Strindberg nicht ausgenommen.“
- Die Inseln des Sturms (Stormens öar), schwedisch: 1925, deutsch: 1926, holländisch: ca. 1930
- Mann auf dem Posten (Mästarlotsen), schwedisch: 1926, deutsch: 1927
- Dünungen (Dyningar), schwedisch: 1927, deutsch: geplant
Die Weltspinne (Två vägar)
Ein schwedischer Chemiker hat die fixe Idee, es müsse eine internationale Geldliga existieren, die spinnengleich ihre Fäden über die Welt zieht; Kriege, Revolutionen und Frieden macht, wenn es nur zu verdienen gibt. Also eine Geißel der Völker, eine Gesellschaft der eigentlichen Herren der Welt, die es zu entlarven gilt! Eine Jagd über den Erdball hebt an, einige Male glaubt der Enthusiast dem Ziele nah zu sein, aber schließlich muss er doch seine Idee als Phantom erkennen. Lose verknüpft mit der Haupthandlung ist das Schicksal seines französischen Freundes, eines Radiumforschers, der im Dienste seiner Wissenschaft als echter, sich aufopfernder Held dem sicheren Tode entgegen geht. Es sei gewarnt, das Buch an einem Abend zu beginnen – man liest es die Nacht durch.
(schwedisch: 1923, deutsch: 1925, ungarisch: 1926)
Weitere Werke in deutscher Übersetzung
- Hohes Spiel (Högt spel)
Schauspiel in drei Akten (schwedisch: 1909, deutsch: 1909, französisch: 1913, spanisch: 1923) - Die dunkelblaue Briefmarke (Det mörkblå frimärket)
Kriminalroman (schwedisch: 1932, deutsche Ausgabe in den nächsten Jahren geplant).
Literatur
- Gero von Wilpert: Lexikon der Weltliteratur. 2 I, Seite 399.
- G:son R. Berg: Ernst Didring. Ord och Bild. 1932, (schwedisch)
- G. Brandell: Svensk litteratur 1900–1950. 1967, (schwedisch)
- Mats Eklöf: Ernst Didrings Malm. Uppsala 1975, (schwedisch)
Siehe auch
- Liste schwedischsprachiger Schriftsteller
Weblinks
- Ernst Didring, bei Projekt Runeberg
- Samfundet De Nios
Edit Decision List
Eine Edit Decision List (EDL) oder Schnittliste ist die Beschreibung einer Schnittfassung eines Films oder Videos. Sie beinhaltet eine Liste von Bildnummern oder Timecodes, die beschreibt, wie Ausschnitte von Quell-Filmrollen oder -Videobändern zu einem fertigen Film zusammengestellt werden. Die EDL Enthält die Timecodes der In- und Out-Punkte sowohl der Quellen- als auch des Zielbandes, Informationen über Video- und Tonspuren sowie Überblendungen.
EDLs können von Hand erstellt oder von linearen Schnittsystemen (nur Video) oder (nicht-linearen) Schnittprogrammen exportiert werden. Die EDLs von aktuellen Schnittprogrammen (z.B. vom Branchenstandard Avid oder auch Final Cut Pro oder Adobe Premiere) können benutzt werden, um z.B. auf anderen Systemen oder in anderer Software automatisch Schnittfassungen mit Material der Originalbänder nachzuvollziehen: z.B. beim Nachvollziehen des Negativschnitts von einem auf Video geschnittenen Film, oder beim Einscannen nur der verwendeten Frames einer Filmrolle für digitale Effekte.
Als robustes Standardformat für EDLs gilt CMX3600, das auf die Beschreibung von Schnitten und einfachen Überblendungen bei nur wenigen Bild- und Tonspuren beschränkt ist und Sorgfalt bei der Vorbereitung des Schnitts verlangt (z.B. bei der Benennung der Videobänder oder Filmrollen). Um diese Einschränkungen zu beheben wurden Austauschformate wie AAF entwickelt, die derzeit (Stand: 2007) noch nicht weit genug verbreitet und robust genug implementiert sind, um verläßlich den Datenaustausch zu handhaben.
Hausmeister
Ein Hausmeister oder eine Hausmeisterin (auch: Hauswart oder Portier und in Frankreich der oder die Concierge, in Österreich Hausbesorger) ist jemand, der vom Hauseigentümer beauftragt worden ist, für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Übliche Aufgaben sind beispielsweise das Reinigen der Korridore, das Auswechseln durchgebrannter Glühbirnen, das Ablesen des Strom- bzw. Wasserzählers und die allgemeine Aufgabe, innerhalb des Hauses oder der Wohnanlage „nach dem Rechten“ zu sehen.
Hausmeister in Deutschland
In Deutschland ist der Hausmeister kein Ausbildungsberuf. Es ist üblich, dass die Bewerber einen oder mehrere Handwerksberufe erlernt haben, da zu ihren Aufgaben auch kleinere Reparaturen gehören. Außerdem sind eine gute körperliche Verfassung sowie Finger- und Handgeschick vonnöten, da manche Tätigkeiten handwerkliche Fähigkeiten und Fingerspitzengefühl erfordern. In vielen Fällen delegieren Wohnungs- und Hauseigentümer, sowie Hausverwaltungen weitere Aufgaben, wie das Anfertigen von Übergabeprotokollen bei Mieterwechsel, das Überwachen von Handwerkern und die Kontrolle von Aufmaßen. Oft werden Hausmeister bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, Ruhestörungen, anderen Belästigungen (z. B. Rauchentwicklung beim Grillen) und Verstößen gegen die Hausordnung aufgefordert einzugreifen, obwohl in nur sehr wenigen Fällen für den Hausmeister die rechtliche Möglichkeit dazu besteht. Oftmals handelt es sich hierbei um eine ausschließlich die Streitenden betreffende, zivilrechtliche Auseinandersetzung oder der Hausmeister hat lediglich die Möglichkeit, den Hauseigentümer oder die Eigentümerversammlung über den Sachverhalt zu informieren.
Hausmeister in Österreich
Das Hausbesorgergesetz, wie es 1969 vom österreichischen Parlament beschlossen wurde, ist ein Teil des Arbeitsrechts. Die Regelung des Hausbesorgervertrages nimmt bei den Gesindeordnungen ihren Anfang. Um die Jahrhundertwende stellte die Judikatur klar, dass das Hausbesorgerdienstverhältnis den Gesindeordnungen nicht unterstellt werden könne. Der rechtliche Eigencharakter verlangte eine sondergesetzliche Regelung. Ein niederösterreichisches Landesgesetz vom 15. Juni 1910 stellte demgemäß die ersten Richtlinien für Hausbesorger und Hauseigentümer über den Hausbesorgerdienstvertrag auf. In der Folge schuf das Bundesland Wien 1921 durch Landesgesetz die „Wiener Hausbesorgerordnung“. Sie war nach der Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof im Mai 1922 Vorbild für die am 13. Dezember 1922 als Bundesgesetz beschlossene Hausbesorgerordnung. Die HBO 1922 wurde einige Male abgeändert, vor allem durch die Gesetzesnovelle von 1957. Als deren wesentliche Verbesserung des Hausbesorgerrechtes sind die Aufhebung der Anwesenheitspflicht für den Hausbesorger und die Verankerung seines unmittelbaren Entgeltanspruches gegenüber dem Hauseigentümer zu nennen. Die erste entscheidende Novelle zur HBO 1922 erfolgte somit nach rund 35 Jahren; der wohl sehr lange Zeitraum ist sicherlich zu einem erheblichen Teil in der damaligen innenpolitischen und wirtschaftlichen Struktur Österreichs begründet. In der Zweiten Republik war daher die Gewerkschaft Persönlicher Dienst, insbesondere auch nach 1957, ständig bemüht, die soziale und arbeitsrechtlich unbefriedigende Stellung des Hausbesorgers aufzuzeigen und zu verbessern. Im Sommer 1967 überreichte der ÖGB dem Bundesministerium für soziale Verwaltung einen Entwurf zur Neufassung der HBO. Gestützt auf diese Grundlage beauftragte der damalige Sozialminister Grete Rehor mit der Ausarbeitung eines Ministerialentwurfs.
Das neue Gesetz wurde am 11. Dezember 1969 einstimmig vom Nationalrat verabschiedet. Seit 1. Juli 1970 ist es wirksam.
Spezialisierte Dienstleister
Heute gibt es häufig nicht an ein Objekt gebundene Dienstleister, die als Unternehmen oder auf selbständiger Basis („Fliegende Hausmeister“) auf die Pflege und technische Betreuung von Immobilien spezialisiert sind. Damit verbunden ist die zunehmende Verwendung des modern wirkenden Anglizismus „Facility Management“ zur Tätigkeitsbeschreibung. Allerdings genügt ein sprichwörtliches „Kehren und Mülleimer hinausstellen“ diesem Anspruch nicht mehr.
Vielmehr erwartet man von solchen Dienstleistern eine große Bandbreite angebotener Leistungen in hoher Qualität, häufig auch eine handwerkliche Ausbildung. Großkunden bzw. Eigentümer großer Objekte werden in aller Regel die Vorlage von Referenzen sowie eine jederzeitige Verfügbarkeit bzw. eine entsprechende personelle Ausstattung verlangen. Zum Umfang der Tätigkeiten gehört in solchen, aber - bedingt durch Modernisierung und Technisierung - mehr und mehr auch in kleineren Objekten bzw. für kleinere oder selbständige Dienstleister, neben der Haus- und Gartenpflege vor allem die Überwachung und Bedienung aller technischen Anlagen wie Heizungs-, Klima-, Aufzugs-, Garagenanlage etc.
Daraus kann ein Problem insbesondere für kleine Dienstleister erwachsen, wenn Kunden bei Beauftragung oder im Laufe der Auftragserfüllung die Erbringung von Leistungen erwarten, die seine fachlichen und/oder rechtlichen Fähigkeiten überschreiten. Berührt werden dabei Haftungsfragen, das Handwerks- und Gewerberecht u.a.m. Hilfestellung gibt den Dienstleistern ggf. die zuständige IHK (Industrie- und Handelskammer), deren Mitglied sie aufgrund ihres Gewerbebetriebs sind. Insbesondere gilt dies für die Abgrenzung zulassungsfreier (erlaubter) handwerklicher Tätigkeiten von den zulassungspflichtigen Tätigkeiten, die eine Meisterqualifikation verlangen und die Mitgliedschaft in der Handwerkskammer begründen.
Von Interesse ist in diesem Zusammenhang die andauernde Diskussion um die Meisterpflicht in Deutschland. Im Jahr 2003 wurde diese Pflicht für einige Handwerksbereiche gelockert.
Ray Wersching
Raimund “Ray” Wersching (* 21. August 1950 in Mondsee) ist ein ehemaliger österreichischer American-Football-Spieler. Er gehörte zum legendären Team der San Francisco 49ers der 80er Jahre.
Leben
In seiner Studienzeit spielte Raimund Wersching am kalifornischen Cerritos Junior College und an der University of California, Berkeley.
Erst nach Abschluss seines Studiums wurde eine Profi-Mannschaft auf Wersching aufmerksam. 1973 holten die San Diego Chargers auf den jungen talentierten Kicker in ihr Team. Dort verbrachte er vier Jahre, bis er 1977 zu den San Francisco 49ers wechselte, mit denen er 1982 erstmals den Super Bowl, gegen die Cincinnati Bengals (26:21), gewann. Er steuerte zu dem Sieg vier Field Goals bei, womit er den Superbowl-Rekord einstellte. Trotz dieser guten Leistung wurde er nicht zum Most Valuable Player (MVP) (einer Auszeichnung für den wichtigsten Spieler) des Super Bowl gewählt. Die Auszeichnung ging stattdessen an die Quarterback-Legende Joe Montana.
Nur drei Jahre später nahm Wersching wieder am Super Bowl teil, diesmal gegen die Miami Dolphins. Er erzielte in diesen Spiel sein fünftes Field Goal in einem Endspiel und wurde nach dem Match glücklicher Besitzer seines zweiten Super-Bowl-Ringes. Die San Francisco 49ers gewannen locker mit 38:16. Most Valuable Player wurde, wie auch schon beim ersten Triumph, Joe Montana.
Im Jahre 1987 beendete Wersching seine Laufbahn. Legendär ist bis heute sein Kicking-Stil: Er hob vor dem Kick nie den Kopf und versenkte trotzdem fast immer den Ball im Ziel.
Bereits während seiner Karriere gründete Wersching eine Versicherungsgesellschaft für Bauern. Aus ihr zog er sich nach eigenen Angaben schon 2002 zurück. Jedoch wurde er 2006 angeklagt, 8 Millionen Dollar veruntreut zu haben. Das Verfahren läuft derzeit noch.
Wersching hält bis heute die Franchise-Rekorde für versenkte Field Goals in einem Spiel mit sechs Treffern sowie jenen für den Spieler mit den meisten getroffenen Field Goals überhaupt (190).
Österreichische Gesellschaft für Soziologie
Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie (Abk.: ÖGS) ist ein Verein zur Förderung der soziologischen Wissenschaft und Berufe in Österreich. Die Mitglieder haben eine soziologische Ausbildung und/oder arbeiten in soziologischen Berufen. Die ÖGS ist Mitglied beim Verband wissenschaftlicher Gesellschaften Österreichs (VWGÖ) und in der der International Sociological Association (ISA). Präsident des Vereins ist Christian Fleck von der Universität Graz.
Siehe auch
- International Sociological Association, European Sociological Association, Deutsche Gesellschaft für Soziologie, American Sociological Association
Weblinks
- ÖGS – Österreichische Gesellschaft für Soziologie
Betriebskrankenkasse
Eine Betriebskrankenkasse (BKK) ist eine Krankenkasse, die zur Gesetzlichen Krankenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland gehört.
Betriebskrankenkassen sind wie alle Träger der gesetzlichen Krankenversicherung Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Selbstverwaltungsorgane einer BKK sind der hauptamtliche Vorstand und der ehrenamtliche Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat besteht aus Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Jede Gruppe hat die gleiche Stimmenzahl. Der Vorstand wird vom Verwaltungsrat für die Dauer von 6 Jahren bestellt und führt die laufenden Verwaltungsgeschäfte der BKK.
Die Betriebskrankenkassen waren ursprünglich ausschließlich für einzelne Betriebe bzw. Konzerne zuständige Krankenversicherungsträger. Als „Fabrikkassen“ bestanden sie teilweise bereits vor Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung (1883, vgl. Kaiserliche Botschaft). Im Jahre 1908 existierten 7.718 BKKs. Sie traten vor Einführung des allgemeinen Kassenwahlrechts 1996 für die beschäftigten Arbeiter der Betriebe, für die eine BKK errichtet wurde, an die Stelle der Allgemeinen Ortskrankenkasse, bei der bis 1996 alle Arbeiter versichert waren, für die keine Betriebs- oder Innungskrankenkasse zuständig war. Angestellte hatten auch vor 1996 in BKK-Betrieben ein Wahlrecht zwischen BKK oder einer Ersatzkasse.
Die Errichtung einer BKK ist zulässig für Betriebe mit regelmäßig mindestens 1000 versicherungspflichtigen Beschäftigten, wobei sich die Mehrheit der im Betrieb beschäftigten Mitarbeiter für die Errichtung entscheiden müssen. Dies bedeutet jedoch nicht, das auch die Mehrheit der Beschäftigten Mitglied in dieser neuen BKK werden müssen.
Seit der Liberalisierung des Krankenkassenwahlrechts am 1. Januar 1996 haben sich viele BKKn durch Satzungsänderung geöffnet und sind somit für alle Versicherungspflichtigen und Versicherungsberechtigten wählbar. Die erste Kasse, die sich nach dem sogenannten Öffnungsmoratorium, welches vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2006 bestand, öffnete, war die in Trägerschaft des ADAC stehende Autoclub BKK.
Es gibt aber auch noch die traditionellen Betriebskrankenkassen, die von der Öffnungsmöglichkeit keinen Gebrauch machen. Am 1. Januar 2006 gab es 199 Betriebskrankenkassen, wovon 144 Kassen die Möglichkeit zur allgemeinen Öffnung nutzen. Im April 2007 gab es noch 188 Betriebskrankenkassen. Die Betriebskrankenkassen versichern über 14 Millionen Menschen.
Seit Einführung der Kassenwahlfreiheit 1996 ist die Anzahl der Betriebskrankenkassen jährlich stetig zurückgegangen, vor allem durch freiwillige Zusammenschlüsse kleiner Kassen zu größeren Einheiten (Fusionen). Die freiwillige Vereinigung von BKKn erfolgt auf Beschluss der Verwaltungsräte und nach Genehmigung durch die staatliche Aufsichtsbehörde.
Bis auf die BAHN-BKK (Betriebskrankenkasse der Dienstbetriebe des Bundes) gehören alle 188 Betriebskrankenkassen einem Landesverband an. Derzeit bestehen BKK-Landesverbände für Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen-Bremen, Nord (mit der Zuständigkeit für die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern), Nordrhein-Westfalen, Ost (mit der Zuständigkeit für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und Rheinland-Pfalz und Saarland.
Die Zugehörigkeit der einzelnen Betriebskrankenkassen zu dem jeweiligen Landesverband richtet sich nach dem Hauptsitz der BKK.
Die Landesverbände der Betriebskrankenkassen sowie die Bahn-BKK als Betriebskrankenkasse der Dienstbetriebe des Bundes bilden zusammen als Spitzenorganisation den BKK-Bundesverband. Ab 2008 werden wesentliche Funktionen dieses Bundesverbandes durch den neu gebildeten Spitzenverband Bund der Krankenkassen übernommen.
Siehe auch
- Liste der Betriebskrankenkassen in Deutschland
- BKK-Kinderhilfswerk
Weblinks
- Website des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen
Bayer HealthCare
Die Bayer HealthCare AG (BHC) ist seit Oktober 2003 ein rechtlich selbstständiges Unternehmen und ein Teilkonzern der Bayer AG.
Bayer HealthCare mit Sitz in Leverkusen erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt medizinische Produkte, die der Vorsorge, der Diagnose und der Behandlung von Krankheiten dienen.
Wichtige Produktionsstätten sind die Bayerwerke in Leverkusen, Wuppertal, Bitterfeld und Bergkamen.
Im vergangenen Jahr wurde die Schering AG von Bayer übernommen und Bayer Healthcare angegliedert. Daraus entstand das neue Unternehmen Bayer-Schering-Pharma AG, welches eine neue Division innerhalb des Unternehmens darstellt. Aus diesem Zusammenschluss ist die BHC eines der größten Pharmaunternehmen der Welt. Der Hauptsitz ist in Berlin.
Wichtigste und bekannteste Produkte der Bayer HealthCare AG sind Aspirin, Lefax, Talcid, Bepanthen, Rennie, Ascensia, aus Bayer Schering Pharma Zusammenschluss Isovist, Magnevist, Diane etc.
Gliederung
Das Unternehmen gliedert sich in vier Divisionen.
| Division | Standort | Anteil am BHC-Geschäft |
|---|---|---|
| Animal Health | Monheim am Rhein, Deutschland | 9% |
| Consumer Care | Morristown, USA | 18% |
| Diabetes Care | Tarrytown, USA | 22% |
| Pharma | Wuppertal, Deutschland | 39% |
100% Tochtergesellschaft ist die Bayer Vital GmbH zuständig für den Vertrieb der Produkte in Deutschland.
E-Klasse
E-Klasse bezeichnet:
- eine Luftschiffklasse der US-Marine gebaut Ende der 1910er, siehe US-Militärluftschiff
- eine Modellreihe von Mercedes-Benz, siehe Mercedes-Benz E-Klasse
- eine Klasse von Zerstörern der Royal Navy, siehe E- und F-Klasse (Royal Navy)
- eine Klasse von U-Boot der Royal Navy, siehe U-Boot-Klasse E